21.09.2017

Gig: Schweben / Red On am 06.10.2017 im Fragmente Wiesbaden



Zwei Projekte aus Nürnberch! Krautiger Nachwuchs, frisch geerntet.

Der Schatten von Manuel Göttsching und Günter Schickert ist lang und erreichte ja bereits Mitte der Nuller-Jahre amerikanische Neo-Kraut und Drone-Projekte wie die Emeralds bzw. Mark McGuire, Expo 70 und andere. Und wie die Tage im Herbst, so wird auch der Schatten länger und legt sich schließlich übers Frankenland.

Da sitzen, über Gitarrenverstärker und entsprechende Effekt-Pedale gebeugt, die beiden Herren, die sich hinter den Projektnamen Schweben und Red On verbergen, und schrauben an ihrer Variante krautiger Psychedelia, minimal erweitert um Elemente aus Drone und Ambient. 






Das kennt man, sagt man sich und möchte gähnen - aber woher die Arroganz!? Stecken sie ihr hoch getragenes Näschen ruhig noch mal rein und machen sie die Ohren auf. Es gibt was Neues zu Hören, auch wenn es sich nicht anheischig machen will (warum auch), das vermeintlich Alte zu überwinden. Verfeinerung ist das Stichwort!

Schweben
Red On 
06.10.2017 
Fragmente Wiesbaden 
Einlass: 20:00 Uhr 
Beginn: 20:30 Uhr

Vernissage: "Wo ist los? Wo bin ich? Warum kann ich auf einmal so viel denken?" Andreas Noga - Bilder einer Kindheit. 04.11.2017 im Fragmente, Wiesbaden



Andreas Noga stellt Bilder, Comic-Strips und andere Zeugnisse seiner Kindheit aus. Dokumente einer blühenden Phantasie. Aufwändige Hörspiele, Schlachtengemälde und Abenteuer: Loks, der Muskulöse, Berti & Werti, Billy, das Krokodil, Snake-Man und viele andere vorpubertäre Helden haben ihren Auftritt. Aufregend, gar kein Ausdruck!

Vorgeschmack:


Das obligatorische Konzert zur Vernissage ist gerade noch in der Mache. Wir suchen noch einen geeigneten Barden. Rolf Zuckowski hatte keine Zeit. (Scherz, ja, lahm, trotzdem.)


17.09.2017

Spurensicherung: Limpe Fuchs: "Trampelpfad / Nomainroad", Ausstellungskatalog & CD mit unveröffentlichten Aufnahmen


Zur Ausstellung "Trampelpfad / Nomainroad" über Limpe Fuchs' Arbeiten ist ein 45-seitiger Katalog mit Texten von Limpe Fuchs und Ulrike Stoltz, sowie Interviews mit Limpe erschienen.

Aus Anlass der Ausstellung haben auch wir ein Interview mit Limpe im Katalog unterbringen dürfen: "Du kannst alles so laut drehen, dass es kracht", ein Gespräch zwischen Limpe Fuchs und Holger Adam über Aspekte elektronischer Klangerzeugung, Ohrwürmer und Intuition.

Der Katalog beinhaltet außerdem eine CD, randvoll mit unveröffentlichten Aufnahmen aus Limpes Archiv!

Der Katalog ist jenseits der Ausstellung, die noch bis Ende September in Traunstein zu sehen ist, nur bei uns oder bei Limpe erhältlich. Wir haben im Augenblick 10 Exemplare des Katalogs, die für 15 Euro (zzgl. Porto) pro Stück erworben werden können. Alle Exemplare sind von Limpe signiert. Spottpreis!

Bei Interesse, E-mail an info[at]phantomlimbo.de oder an Limpe: info[at]limpefuchs.de

(If you want to get a copy of the catalogue, signed by Limpe incl. the CD send an E-Mail to:  info[at]phantomlimbo.de or Limpe directly: info[at]limpefuchs.de - it's 15 Euros per catalogue/CD. Postage goes on top, mail first if you want to get a copy and we get in touch for shipping details and all that jazz!)

Vorgeschmack/Preview hier:






Die CD in Cardboard-Version ohne Katalog gibt es auch bei playloud! Hier! There's a regular edition of the CD in a cardboard-sleeve released by playloud!

Spurensicherung: Limpe Fuchs Ausstellung "Trampelpfad / Nomainroad" und Konzert in Traunstein am 16.09.2017


Wir haben in bescheidenem Rahmen zum Austellungskatalog beigetragen und die Ausstellung besucht. Ronnie hat mit Limpe und Michael Ross (Querflöte) gespielt. Bilder,...






































08.09.2017

Gig: Joe Baiza / Felix Gebhard am 21.09.2017 im Wakker am Wallufer Platz



Joe Baiza ist Kennern seit Langem ein Begriff: Als Gitarrist in der Band Saccharine Trust war er in den frühen 80er-Jahren Teil der Punk-Szene um das legendäre Label SST von Greg Ginn (Black Flag). Seinen Konventionen sprengenden Ansatz führte Baiza später bei Universal Congress Of weiter, die Ornette Colemans Idee der Harmolodics mit der Energie von Punk verbanden. Heute ist er mit den wieder formierten Saccharine Trust aktiv. Im Herbst ist er mit Solo-Improvisationen in Deutschland unterwegs.



„Ich mochte Jazz schon bevor ich Punkrock entdeckte“, erzählte Baiza vor einigen Jahren in einem Interview mit der taz. „Es klang verrückt und hatte viel Energie. Ich hatte die Bücher von Jack Kerouac gelesen und mich gefragt, was dieser Bebop ist, wer diese Typen waren, über die ich in Büchern wie The Subterraneans gelesen hatte. So entdeckte ich Bebop. Aber diese Energie gab es im Jazz nicht mehr. Er war eher konservativ geworden. Diese Energie fand ich in der Punkszene, also warf ich mich hinein, um diese aufregende Erfahrung zu machen.“

Gitarre spielte Joe Baiza damals zunächst noch nicht.

„Ich wollte eigentlich kein Musiker, sondern Künstler werden. Aber schließlich traf ich Jack Brewer (mit dem Baiza später Saccharine Trust gründete), der mich bat, ihm bei einer Band auszuhelfen. Ich sagte, okay, aber nur als kleines Experiment. Ich sagte mir immer, ich würde das nicht lange machen. Ich konnte keine Noten, keine Akkorde, sondern machte nur Geräusche. Ich fing von einem künstlerischen Standpunkt aus an, Gitarre zu spielen. Ich wollte die Musik zerstören. Schließlich spielte ich immer weiter.“

Seit Joe Baiza mit 27 Jahren das erste Mal eine Gitarre spielte, ist eine Menge Zeit vergangen und der Mann ein Virtuose ganz eigener Art: „Ich bin wie ein Kind, das Farbe auf das Papier schmiert und sich später überlegt, wo es eine Linie, ein Gesicht malen könnte. Das ist ein vitales Element von Musik. Wenn etwas zu ausgedacht oder zu kontrolliert klingt, dann tendiert es dazu, mich zu langweilen.“


Felix Gebhard kommt aus Berlin, spielt Gitarre und auch Keyboard, wenn er die Neubauten auf Konzertreisen begleitet. - Nicht die schlechteste Referenz, sagen wir!



Wir sind gespannt!


Joe Baiza
Frank Gebhard
21.09.2017
Wakker am Wallufer Platz
19:00 Uhr (Einlass)
20:30 Uhr (Beginn)